Nächster Halt: Petersplatz

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Wenn Du an einem Tag die beste Pasta, das beste Eis und den besten Espresso deines Lebens genossen hast, dann musst du in Rom sein! Aber es soll ja hier und heute nicht um köstliches Essen, prächtiges Novemberwetter und unzählbar viele Sehenswürdigkeiten gehen, sondern schlicht und einfach um die Frage: Wie gut ist der ÖPNV in Rom, wie fährt es sich in der Ewigen Stadt mit Bus und Bahn und was hat das überhaupt mit der EVAG zu tun?

Dichtes Nahverkehrsnetz

Alle Wege führen nach Rom sagt man, und so hatte ich Anfang November endlich einmal das Vergnügen, diese wunderbare Stadt selbst und zu Fuß und mit Bus und Bahn zu entdecken. Übrigens, nicht nur ich, auch Daniel Craig als James Bond war kürzlich dort. Er lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd im Aston Martin durch das nächtliche Rom und landete schließlich im Tiber. Was lernen wir daraus? Viel zu gefährlich, besser fährt man in Rom mit Bus und Bahn! Tatsächlich gibt es ein ziemlich gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, zwei U-Bahn-Linien (Metro A und B) und jede Menge Bus- und Straßenbahnlinien stehen zur Verfügung. ATAC (so heißen die römischen Verkehrsbetriebe) machen einen ordentlichen Job, auch wenn die Fahrzeuge zu Stoßzeiten überfüllt sind. Leider herrscht in Rom oft mörderischer Verkehr, der dann den öffentlichen Verkehr behindert oder sogar zum Erliegen bringt.

Die U-Bahn-Stationen haben einige Jahrzehnte auf dem Buckel, funktionieren aber einwandfrei.

Bus und Bahn stehen mit im Stau

Das Problem kennen wir in Essen ja auch: Weil viele Busse und Bahnen im täglichen Stau auf den Straßen stecken bleiben (und zudem jedes Jahr fast 400 Falschparker die Gleise blockieren), gerät allzu oft der Fahrplan aus dem Takt. Apropos Fahrpläne: Die gibt es in Rom praktisch nicht, der Bus kommt, wenn er kommt. Aushänge an den Haltestellen? Fehlanzeige! In Deutschland undenkbar. Aushangfahrpläne an den Haltestellen sind gesetzlich vorgeschrieben. Nun ja, im Urlaub ist so etwas ja weniger tragisch, und wir mussten immer nur fünf bis zehn Minuten auf den nächsten Bus oder die nächste Straßenbahn warten. Ob die Römer das auch so gelassen sehen? Non lo so (ich weiß es nicht).

Einzelticket für 1,50 Euro

Das Fahren mit Bus und Bahn ist in Rom – wie in Italien allgemein – unverschämt billig, vergleicht man die Kosten der Tickets mit anderen europäischen und mit deutschen Großstädten (www.goeuro.de/der-nahverkehrspreisindex). Das einfache Einzelticket BIT (Biglietto Integrato a Tempo) kostet gerade einmal 1,50 Euro. Es ist 100 Minuten gültig; umsteigen erlaubt.

Wir waren mit dem 72-Stunden-Ticket (Roma 72 h) für schlappe 18,00 Euro bestens bedient, damit kann man Busse, Straßenbahnen und die Metro unbegrenzt drei Tage lang benutzen. Kaufen kann man die Tickets direkt an den Kiosken vor dem Hauptbahnhof (Statione Termini) und an Automaten an den U-Bahn-Stationen, Einzelfahrscheine gibt es in Tabakgeschäften. Kleiner Tipp: Mit der Tram-Linie 3 kann man eine nette Stadtrundfahrt unternehmen, die einen durch sehenswerte Ecken der Stadt führt, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte.

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Getestet und für gut befunden: In Rom kommt man mit der Tram bestens vom Pantheon zum Petersplatz.

In Essen bringt uns die KulturLinie 107 zum Dom und zur Goldenen Madonna. In Rom fährt die Linie 19 zum Petersplatz, direkt vor die Haustür von Papst Franziskus. Amen.

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